Praktika

Gerne ermögliche ich interessierten Schüler_innen, aber auch Studierenden einen Einblick in die vielseitige Arbeit eines Landtagsabgeordneten. Einen Eindruck davon, wie ein Praktikum  in meinem Abgeordnetenbüro abläuft, erhalten Sie weiter unten in der Praktikant_innen-Galerie, in der ehemalige Praktikant_innen über Ihre Erfahrungen und Eindrücke berichten.

Des Weiteren bietet der Niedersächsische Landtag im Rahmen einer Hospitation die Möglichkeit, mich als Abgeordneten eine Woche lang zu begleiten. Schüler_innen ab der neunten Klasse können mir bei meiner Arbeit im Wahlkreis sowie in Hannover über die Schulter schauen und auf diese Weise „Landtagsluft schnuppern“.

Mehr Informationen zur Möglichkeit einer Hospitation sind hier auf der Seite des Landtages zu finden.

Haben Sie Interesse an einer Hospitation oder einem Praktikum in meinem Wahlkreisbüro?

Dann melden Sie sich einfach telefonisch (0541/580 28 107) oder per E-Mail (buero@nullguido-pott.de) bei mir. Meine Mitarbeiter und ich sprechen dann gerne persönlich mit Ihnen über die Modalitäten.

Praktikant_innen-Galerie

Praktikum im Abgeordnetenbüro: Lotta Ava Brüggemann und Finn Schäfer aus Bramsche

von Lotta Ava Brüggemann und Finn Schäfer

Wir sind Finn Schäfer und Lotta Brüggemann und durften im Rahmen unseres Schülerpraktikums die Arbeit des Landtagsabgeordneten Guido Pott und seines Büros kennenlernen. Dabei haben wir Einblicke in die Vor- und Nachbereitung von Terminen, die Pressearbeit und den Ablauf eines Tages im Landtag bekommen. Highlights waren ein Zusammentreffen mit Ministerpräsident Stephan Weil sowie das Verfassen und Vortragen unserer Reden zu aktuellen politischen Themen im Interimsplenarsaal des Landtages.

Redeauszug von Lotta zum Thema „Ermöglichung der diskriminierungsfreien Blutspende“:
Anlässlich der hohen Nachfrage nach Blutspenden, die mit aktuellen Spenden nicht gedeckt werden kann, stellt sich die Frage, weshalb sich scheinbar so wenige Menschen bereit erklären ihr Blut und ihre Blutbestandteile zu spenden. Grund ist nicht die mangelnde Bereitschaft, sondern die aktuellen Hämotherapie- Richtlinie, die Personengruppen wie transgeschlechtliche Menschen und Männer, welche mit anderen Männern Geschlechtsverkehr haben, noch bis 2017 als Spender generell ausgeschlossen hat. Grund dafür sei das statistisch gesehen höhere Übertragungsrisiko von Infektionskrankheiten. Heute noch haben diese Risikogruppen die Auflage zwölf Monate abstinent zu leben, bis sie wieder ihr Blut spenden dürfen. Andere Risikogruppen haben eine Wartefrist von vier Monaten, da nach dieser Zeit eine Infektion in den meisten Fällen bereits ausgeschlossen werden kann. Die Richtlinien zeigen dadurch eine Ablehnung gegenüber genannten Personengruppen, was diese nicht mehr zeitgemäß erscheinen lässt. Die Eignung als Spender sollte nicht von der sexuellen oder geschlechtlichen Identität, sondern von dem tatsächlichem gesundheitlichen Zustand abhängig sein. Eine Diskriminierung ohne medizinische Notwendigkeit ist fern ab von Moral und Empathie.

Redeauszug von Finn zum Antrag „Vorfahrt für grünen Wasserstoff“:In diesem Antrag geht es um das Anpassen von Vorschriften und das Fördern von synthetischen Gasanlagen, die mit erneuerbaren Energien betrieben werden und die Energiewende voranbringen sollen. So ist der Antrag eine Umsetzung der Norddeutschen Wasserstoff Initiative, die speziell den Ausbau der Wasserstofftechnologie forciert. Diese kann nicht nur zum Speichern von Stromspitzen der erneuerbaren Energien eingesetzt werden, sondern auch als Zukunftsrohstoff im Individual- und Schienenverkehr dienen. So wird der Wirtschaft geholfen den dauerhaften Bedarf an Energie zu decken, auch wenn die Sonne nicht scheint und der Wind nicht weht. Des Weiteren geht es bei den im Fachjargon genannten, Power-to-Gas-Anlagen, die das Umwandeln von Energie in Energiegase ermöglichen, auch um eine Zukunftsfrage in Niedersachsen. Denn als Energiebundesland Nr.1 spielt der Energiesektor eine große Rollen für die zukünftige wirtschaftliche Entwicklung und so liegt es im eigenen Interesse die hiesige Forschung zu fördern.


Schülerpraktikum: Sebastian Kiese aus Rulle erhält Einblick in die Arbeit eines Landtagsabgeordneten und berichtet von der Anhörung zum Klimaschutzgesetz

von Sebastian Kiese

Liebe Leserinnen und Leser,

ich heiße Sebastian Kiese, bin in der zehnten Klasse an der Angelaschule und wohne in Wallenhorst/Rulle. Während eines zweiwöchigen Praktikums im Abgeordnetenbüro von Guido Pott habe ich einen einen Einblick in die Arbeit eines Landtagsabgeordneten bekommen. Im Rahmen des Praktikums konnte ich zudem an der Anhörung zum geplanten Klimaschutzgesetz im Niedersächsischen Landtag in Hannover teilnehmen und schildere im Folgenden meine Eindrücke dazu.

Lob, aber auch Kritik für das Klimaschutzgesetz der Regierungskoalition

Die rot-schwarze Regierungskoalition hat in den letzten Wochen und Monaten ein Klimaschutzgesetz erarbeitet. Die Faktion der Grünen hat hierzu einen Alternativvorschlag eingebracht. Im Januar fand nun die Ausschussanhörung im Landtag statt.

Unterschiedlichste Akteure wie VW, die Protestbewegung Fridays for Future oder die Arbeitsgemeinschaft der kommunalen Spitzenverbände Niedersachsens, die die niedersächsischen Kommunen vertritt, äußerten in der Anhörung ihre Position zu den Gesetzesentwürfen. Die Regierungskoalition und die Fraktion der Grünen haben jeweils ein Klimaschutzgesetz erarbeitet. Des Weiteren hat die FDP-Fraktion einen Antrag eingebracht, der sich um klimafreundlichere Kraftstoffe dreht. Anwesend waren neben den Vertretern des Umweltausschusses auch die Abgeordneten des Ausschusses für Rechts- und Verfassungsfragen. Denn der Klimaschutz soll mit in die niedersächsische Verfassung aufgenommen werden.

Dieses Vorhaben sahen die Vertreter_innen des Niedersächsischen Staatsgerichtshofs kritisch. Denn die niedersächsische Verfassung garantiert bereits den ,,Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen.“ Ministerpräsident Stephan Weil erklärte jedoch sein Festhalten am Vorhaben der Regierungskoalition in einem aktuellen Zeitungsinterview: ,,Die bisherige Kritik sollte uns nicht von unserem Vorhaben abbringen.“
Die Gesetzentwürfe der Regierungsfraktionen und der Grünen gleichen sich in vielen Bereichen. Der Vorschlag der Grünen geht aber in einigen Punkten noch weiter: Beispielsweise wollen sie bis 2040 klimaneutral werden, die Regierungsfraktionen sehen dieses Ziel erst 2050 als realistisch an.
Der Großteil der Anwesenden war sich zwar  grundsätzlich einig, dass Klimaschutz ein entscheidendes Thema ist, einige Punkte waren aber umstritten: Beispielsweise sieht der Entwurf der Regierungskoalition vor, dass die Kommunen alle drei Jahre einen Bericht über ihren Energieverbrauch veröffentlichen müssen. Der Entwurf der Grünen fordert dies sogar jährlich. Während die Unternehmerverbände diese Idee begrüßen, da es zur Diskussion darüber beitragen kann, wie wir den noch besser Klimaschutz fördern können, sehen die Vertreter_innen der Kommunen darin die Gefahr von zusätzlicher Bürokratie, die vom eigentlichen Ziel des Klimaschutzes abhält.
Die stärkste Kritik brachten erwartungsgemäß die Vertreter_innen von Fridays for Future vor. Diese erklärten in ihrer Stellungnahme sehr emotional, dass sie den Gesetzentwurf der Regierungskoalition als unzureichend ansehen. Die Idee, dem Klimaschutz Vorrang zu geben, sei ,,auf dem Weg zum Gesetzestext offensichtlich verloren gegangen“. Auch der Entwurf der Grünen geht ihnen nicht weit genug.

Meine eigene Einschätzung zum Thema: Die Regierung sollte sich etwas mehr trauen, aber allein die Tatsache, dass es ein Klimaschutzgesetz gibt, ist schon einmal ein sehr großer Fortschritt. Niedersachsen ist das erste Bundesland, das den Klimaschutz explizit mit in die Verfassung aufnimmt und auch wenn man an manchen Stellen noch mutiger sein sollte, ist es gut, dass es dieses Gesetz geben soll.


Ein Einblick in mein Praktikum im Abgeordnetenbüro von Guido Pott

von Torben Döring

Im Rahmen meines Studiums bot sich mir die Möglichkeit ein achtwöchiges Praktikum bei Guido Pott, direktgewählter Landtagsabgeordneter für den Wahlkreis Bramsche, zu absolvieren. Durch mein politikwissenschaftliches Studium war es für mich schon immer von Interesse, einen Einblick in den politischen Alltag eines Abgeordneten zu erlangen. Dieser bleibt einem während des größtenteils theoretischen Studiums leider meist verschlossen, weshalb ich mich sehr über die Möglichkeit des Praktikums gefreut habe. Des Weiteren erhoffte ich mir, politische Prozesse noch besser nachvollziehen zu können. Hierfür waren die verschiedenen Ausschuss- und Arbeitskreissitzungen sowie die Plenardebatten und diverse weitere Termine im Landtag äußerst aufschlussreich.

Während des Praktikums arbeitete ich sowohl im Abgeordnetenbüro in Osnabrück, als auch im Landtag in Hannover. Diesen Umstand empfand ich als äußerst positiv, da mir somit abwechslungsreiche Einblicke in die verschiedenen Arbeitsbereiche von Guido Pott und seinem Team ermöglicht wurden. Das Team von Guido Pott besteht aus zwei festen Mitarbeitern, wovon einer im Wahlkreisbüro in Osnabrück arbeitet und der andere direkt im Landtag in Niedersachsen. Von Beginn an wurde ich hervorragend ins bestehende Team integriert. Für Fragen hatten sowohl Guido Pott, als auch die beiden Mitarbeiter immer ein offenes Ohr, weshalb ich mich auf Grund des positiven Arbeitsklimas von Anfang an wohl gefühlt habe.

Umweltpolitik und Wahlkreistermine

Im Wahlkreisbüro in Osnabrück bestanden meine Aufgaben aus vielen verschiedenen Tätigkeiten. So verfasste ich beispielsweise Entwürfe für Pressemitteilungen, Redebeiträge oder Berichte für den Newsletter. Aufgrund der Mitgliedschaft Guido Potts im Ausschuss für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz habe ich außerdem auch inhaltliche Recherche zu aktuellen umweltpolitischen Fragestellungen betrieben.  Unter anderem ging es um einen Antrag der Regierungskoalition, der sich mit der Bekämpfung von Plastikmüll beschäftigt. Auf Grund der großen Aktualität fand ich dieses Themengebiet besonders spannend.

Guido Pott gab mir zudem die Möglichkeit an verschiedenen Gesprächsterminen und Sitzungen teilzunehmen. So nahm ich beispielsweise am Umweltausschuss und am Petitionsausschuss inklusive der jeweiligen Vorbesprechungen teil.  Außerdem besuchten wir zusammen die Astrid-Lindgren-Schule in Bohmte, um uns über die Raumkapazitäten der Förderschule zu informieren.

Spannende Einblicke in den politischen Alltag in Hannover        

Während der Plenarwoche, die rund zehn Mal im Jahr stattfindet, übernachtete ich für eine Nacht in Hannover, um auch an einer der verschiedenen Abendveranstaltungen teilnehmen zu können. Im Rahmen des parlamentarischen Abends besuchten wir eine Veranstaltung der Industrie- und Handelskammer (IHK). Während dieser verschiedenen Termine lernte ich auch weitere Landespolitiker kennen, unter anderem den Niedersächsischen Umweltminister Olaf Lies. Besonders interessant fand ich zudem den öffentlichen Petitionsausschuss, der in dieser Form erst zum zweiten Mal stattfand. Im ehemaligen Plenarsaal des Landtages und unter großem BürgerInneninteresse wurden insgesamt vier Petitionen dem Petitionsausschuss vorgetragen und anschließend diskutiert. Die Petentinnen und Petenten stehen während der Sitzung in direktem Austausch mit den Politikerinnen und Politiker des Petitionsausschuss. Dieses Format überraschte und freute  mich zugleich, weil mir eine öffentliche Ausschusssitzung bisher nicht bekannt war, ich dies aber als einen wertvollen Beitrag zur Demokratie ansehe. Während der Plenarwoche empfing Guido Pott außerdem zwei Besuchergruppen im Landtag. So besuchten ihn der Seniorenbeirat aus seiner Heimatgemeinde Wallenhorst sowie Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Oesede. Nach dem Besuch der Plenardebatten konnten diese, im Rahmen einer Diskussionsrunde, mit Guido Pott und anderen Abgeordneten in den Austausch treten und Fragen zu aktuellen politischen Themen stellen.

Insgesamt kann ich auf ein sehr aufschlussreiches und spannendes Praktikum zurückblicken. Die Zeit im niedersächsischen Landtag hilft mir dabei, die verschiedenen Prozesse nun noch besser nachvollziehen zu können. Besonders der Einblick in den politischen Alltag hat mich um eine große Erfahrung reicher gemacht. Während meiner Zeit wurde ich immer in die verschiedenen Arbeitsaufgaben integriert und zu keinem Zeitpunkt hatte ich das Gefühl, nur „einfache“ Aufgaben erledigen zu dürfen. Ich konnte auf Grund des mir entgegengebrachten Vertrauens immer eigenständig und selbstverantwortlich mitarbeiten. Ich danke Guido Pott und seinem gesamten Team für die intensiven Einblicke und die offene und herzliche Betreuung und wünsche Ihnen für die Zukunft weiterhin alles Gute.