Praktikum im Abgeordnetenbüro: Lotta Ava Brüggemann und Finn Schäfer aus Bramsche

Der Landtagsabgeordnete Guido Pott gemeinsam mit Lotta und Finn im Interimsplenarsaal des Landtages.

Wir sind Finn Schäfer und Lotta Brüggemann und durften im Rahmen unseres Schülerpraktikums die Arbeit des Landtagsabgeordneten Guido Pott und seines Büros kennenlernen. Dabei haben wir Einblicke in die Vor- und Nachbereitung von Terminen, die Pressearbeit und den Ablauf eines Tages im Landtag bekommen. Highlights waren ein Zusammentreffen mit Ministerpräsident Stephan Weil sowie das Verfassen und Vortragen unserer Reden zu aktuellen politischen Themen im Interimsplenarsaal des Landtages.

Redeauszug von Lotta zum Thema „Ermöglichung der diskriminierungsfreien Blutspende“:
Anlässlich der hohen Nachfrage nach Blutspenden, die mit aktuellen Spenden nicht gedeckt werden kann, stellt sich die Frage, weshalb sich scheinbar so wenige Menschen bereit erklären ihr Blut und ihre Blutbestandteile zu spenden. Grund ist nicht die mangelnde Bereitschaft, sondern die aktuellen Hämotherapie- Richtlinie, die Personengruppen wie transgeschlechtliche Menschen und Männer, welche mit anderen Männern Geschlechtsverkehr haben, noch bis 2017 als Spender generell ausgeschlossen hat. Grund dafür sei das statistisch gesehen höhere Übertragungsrisiko von Infektionskrankheiten. Heute noch haben diese Risikogruppen die Auflage zwölf Monate abstinent zu leben, bis sie wieder ihr Blut spenden dürfen. Andere Risikogruppen haben eine Wartefrist von vier Monaten, da nach dieser Zeit eine Infektion in den meisten Fällen bereits ausgeschlossen werden kann. Die Richtlinien zeigen dadurch eine Ablehnung gegenüber genannten Personengruppen, was diese nicht mehr zeitgemäß erscheinen lässt. Die Eignung als Spender sollte nicht von der sexuellen oder geschlechtlichen Identität, sondern von dem tatsächlichem gesundheitlichen Zustand abhängig sein. Eine Diskriminierung ohne medizinische Notwendigkeit ist fern ab von Moral und Empathie.

Redeauszug von Finn zum Antrag „Vorfahrt für grünen Wasserstoff“:In diesem Antrag geht es um das Anpassen von Vorschriften und das Fördern von synthetischen Gasanlagen, die mit erneuerbaren Energien betrieben werden und die Energiewende voranbringen sollen. So ist der Antrag eine Umsetzung der Norddeutschen Wasserstoff Initiative, die speziell den Ausbau der Wasserstofftechnologie forciert. Diese kann nicht nur zum Speichern von Stromspitzen der erneuerbaren Energien eingesetzt werden, sondern auch als Zukunftsrohstoff im Individual- und Schienenverkehr dienen. So wird der Wirtschaft geholfen den dauerhaften Bedarf an Energie zu decken, auch wenn die Sonne nicht scheint und der Wind nicht weht. Des Weiteren geht es bei den im Fachjargon genannten, Power-to-Gas-Anlagen, die das Umwandeln von Energie in Energiegase ermöglichen, auch um eine Zukunftsfrage in Niedersachsen. Denn als Energiebundesland Nr.1 spielt der Energiesektor eine große Rollen für die zukünftige wirtschaftliche Entwicklung und so liegt es im eigenen Interesse die hiesige Forschung zu fördern.

Finn Schäfer und Lotta Ava Brüggemann