Gute Kitas brauchen gute Fachkräfte: Landtagsabgeordneter Guido Pott besucht St. Franziskus Kindergarten in Hagen

Bei einer gemeinsamen Runde Memory mit der Sterntaler-Gruppe: Einrichtungsleitung Stephanie Willrich, Ratsherr Uwe Sprehe und der Landtagsabgeordnete Guido Pott.

Hagen Gellenbeck – Auf Initiative des Hagener Ratsherrn und SPD- Ortsvereinsvorsitzenden Uwe Sprehe besuchte der SPD-Landtagsabgeordnete Guido Pott den St. Franziskus Kindergarten im Ortsteil Gellenbeck. Im Gespräch mit der langjährigen Leitung Stephanie Willrich ging es neben der positiven Entwicklung der von der katholischen Kirchengemeinde Mariä Himmelfahrt getragenen Einrichtung, vor allem um Maßnahmen zur Überwindung des Fachkräftemangels im Kita-Bereich. „Wir benötigen gut qualifizierte und vor allem zusätzliche Erzieherinnen und Erzieher. Mit dem Niedersachsen-Plan für mehr Fachkräfte in Kindertageseinrichtungen haben wir als rot-schwarze Regierungskoalition einen wichtigen Schritt zur Erreichung dieser Ziele getan. Wie bedeutsam aber der Austausch mit den Akteuren aus der Praxis ist, hat das heutige Gespräch mit Frau Willrich gezeigt“, lobte der Landtagsabgeordnete den langjährigen Einsatz der Einrichtungsleitung für eine stetig steigende Qualität in den Kitas.

Verbesserung des Fachkraft-Kind-Schlüssels

Im vergangenen Jahr feierte der St. Franziskus Kindergarten sein 50-jähriges Bestehen. In der im Jahre 2017 grundsanierten Kita werden derzeit 68 Kinder in drei Vormittagsgruppen betreut. Im gemeinsamen Gespräch mit den beiden SPD-Politikern machte Stephanie Willrich deutlich, dass in den knapp 30 Jahren, die sie mittlerweile mit dabei ist, auch die Anforderungen an die Kitas gestiegen sind. Einigkeit unter den Anwesenden herrschte bei der Zielsetzung den Fachkraft-Kind-Schlüssel zu verbessern und die sogenannte dritte Kraft fest in den niedersächsischen Kitas zu etablieren. Dabei ist besonders die Attraktivität des ErzieherInnenberufs entscheidend. „Der Beruf ist attraktiv, muss aber noch attraktiver werden,“ stellte Willrich fest und machte zudem klar, dass es dabei vorrangig nicht um eine bessere Bezahlung, sondern auch um verbesserte Arbeits- und Ausbildungsbedingungen und nicht zuletzt eine gesteigerte Wertschätzung der Leistung der Erzieherinnen und Erzieher in der Gesellschaft gehe. Keinen Mehrwert sah sie hingegen in dem zuletzt im Rahmen der Kultusministerkonferenz diskutierten Vorschlag der Einführung eines verkürzten Ausbildungsgangs, der sogenannten Fachassistenz Kita, als ein Beitrag zur Lösung des Fachkräftemangels.

Sowohl Qualität als auch Quantität

„Die vielen Erzieherinnen und Erzieher in unserem Land leisten wertvolle Arbeit im Bereich der so wichtigen frühkindlichen Bildung und Erziehung. Aus diesem Grund hat die Regierungskoalition aus SPD und CDU kontinuierlich an Verbesserungen gearbeitet und mit der Unterstützung des Bundes einen qualitativen Aufwuchs der Mittel für die Kitas von rund 100 Millionen Euro sowie die Schulgeldfreiheit erreicht. Auch die Ausbildungszahlen entwickeln sich positiv“, machte der SPD-Abgeordnete Pott die Fortschritte im Kampf gegen den Fachkräftemangel deutlich und fügte hinzu „Qualität und Quantität im Bereich der Fachkräfte sind zwei Seiten derselben Medaille. Hierbei darf es nicht um ein entweder oder gehen, sondern vielmehr um ein sowohl als auch.“

Den Abschluss eines interessanten Besuches bildete ein Rundgang durch die Räumlichkeiten und den Außenbereich der KiTa sowie eine Runde Memory mit den Kindern der Sternentaler-Gruppe.